Wie erziehe ich meine Katze

Hilfe, meine Katze muss zum Therapeuten
meine Katze pullert nicht ins Klo

Tod

Regenbogenbrücke

Homöopathie
Bachblüten
Schüßlersalze
Isopathie
Kolloidales Silber
Apitherapie
Horvi-Enzym-Therapie
Heilen mit Biophotonen
Effektive Mikroorganismen(EM)

Tierkommunikation
systemische Tieraufstellung

Buchempfehlungen und Quellen
nützliche Links










Aktuelles auf Facebook



 


 

          Mopsfidel

Home

Tipps

Allgemeines

Sicherheit - Innen und Außen

Katzenklo


Futter

Tiernahrung allgemein
Inhaltsstoffe
richtige Ernährung
Taurin
Schweinefleisch
Zusammensetzung

Trockenfutter?

Entgiftung

Katzen und Wasser


Kastration

Entwurmung

Zecken

Impfungen mit Sinn

Ergänzungsmittel


Krankheiten


Raucherhaushalt

Übergewicht

Senioren


Fressen von Katzenstreu



Hilfe, meine Katze braucht ein Antibiotikum

Hilfe, meine Mieze muss operiert werden



Hilfe, meine Katze braucht ein Antibiotikum

Katzen sind extrem „zähe Viecher“. Artgerecht gehaltene Katzen (die Ernährung ist hier das A und O, mal von den stressfreien Lebensumständen abgesehen) haben ein unglaubliches Immunsystem und eine fantastische Wundheilung. (Leider macht sie chronische Erkrankungen und Schmerzzustände meist in aller Stille mit sich alleine aus. Aber das ist ein anderes Thema.)

Ich denke, ich muss hier jetzt nicht näher darauf eingehen, dass Antibiotika leider viel zu vorschnell verabreicht werden. Das gilt sowohl für Humanärzte aber natürlich auch für Tierärzte. Und dass Antibiotika nur bei Bakterien, nicht aber bei Viren wirken, sollte sich mittlerweile auch rumgesprochen haben. Nun gut, ignorieren wir das hier jetzt mal. Es ist soweit, die Katze braucht wirklich ein Antibiotikum. Was muss ich tun?

Zunächst einmal MUSS das Antibiotikum wirklich über den Zeitraum gegeben werden, der angeordnet wurde. Nicht kürzer und auch nicht länger. Außerdem sollte die Gabe etwa zur gleichen Tageszeit erfolgen. Nur dann ist eine ausreichend hohe Konzentration des Arzneistoffs im Körper vorhanden. Kann das Antibiotikum nicht seine volle Wirkung entfalten, können einige widerstandsfähige Bakterien überleben und gegen das Medikament unempfindlich werden.

Hat der Tierarzt von "1x1 täglich" gesprochen, dann bedeutet das: Etwa alle 24 Stunden die Tablette verabreichen. Mit "2x1 pro Tag" ist gemeint, einen Abstand von zirka 12 Stunden einzuhalten. "3x1 am Tag" bedeutet, ungefähr alle acht Stunden geben.

Es sind immer potentielle Nebenwirkungen möglich: Allergien auf das Mittel, auch Hautausschläge und natürlich Durchfall. Denn das Antibiotikum bekämpft nicht nur die krankmachenden Bakterien, sondern eben auch die gesunde Darmflora. Je länger ein Antibiotikum gegeben werden muss, desto mehr Darmbakterien müssen dran glauben.

Darum: IMMER eine Darmsanierung nach der Antibiotika-Behandlung durchführen. Mögliche Mittel sind:

  • Natürliche Darmbakterien: zum Wiederaufbau der Darmflora. Zum Beispiel Bene-Bac oder Dr. Wolz Darmflora oder auch Zoolac-Propaste Da gibt es mittlerweile haufenweise von, man kann auch ruhig die für Menschen geben. Über einen längeren Zeitraum geben. Die Vermehrung der günstigen Darmbakterien (Bifidobakterien, Lactobacillen) wird gefördert und die so genannte Barriere-Darmflora wird gestärkt, dank der das Tier mit einem natürlichen und hochwirksamen Widerstands- und Abwehrsystem ausgerüstet ist. Schädliche Bakterien (Colibacillen, Clostridien, Salmonellen) werden unter die krankmachenden Schwellenwerte verdrängt und werden in ihrer Vermehrung gehemmt. Die Gesamtzahl der Keime bleibt praktisch konstant, die potenziell krankmachenden Keime werden aber geringer und die erwünschten Bifidobakterien werden mehr.
  • Power-Darm Enthält prebiotische Fructooligosaccharide und Inulin, adhäsiv wirkende Mannanoligosaccharide, probiotisch wirkende Enterococcus faecium und Glucan-Polysaccharide als Immunstimulans und fördert so die Vermehrung der günstigen Darmbakterien (Bifidobakterien, Lactobacillen) und trägt so zur Stärkung der so genannten „Barriere“-Darmflora bei. Schädliche Bakterien werden mit Mannanoligosaccharide gebunden und über den Kot entsorgt.
  • Okoubaka Große Bedeutung hat Okoubaka auch zur Begleittherapie ("therapiegestützt") bei einer Antibiose: Während und nach einer Antibiotikatherapie wird Okoubaka zur Minimierung unerwünschter Wirkungen eingesetzt, weshalb es auch als "homöopathisches Probiotikum" zur Sanierung der Darmflora dient. Okoubaka D3 3-mal täglich 5 Globuli (oder 1 Tablette) längere Zeit geben, wobei jeweils nach dreiwöchiger Behandlung eine einwöchige Pause eingelegt wird.

Und noch mein Tipp, um die Organe während der Behandlung zu schützen:

Carduus marianus D 6,

Crataegus D 3

und Arsenicum album D 12 jeweils 3-5 Globuli zusammen, zweimal am Tag geben.


Wollen wir hoffen, dass möglichst selten Antibiotika verwendet werden müssen.

Kurzer Exkurs zu Antibiotika:

Die meisten Antibiotika, die heute zum Einsatz kommen, sind gegen ein breites Spektrum von Bakterien wirksam. Theoretisch eine gute Idee, würden die Risiken der Antibiotika nicht deren Nutzen überwiegen. Mittlerweile ist es aber bekannt, dass das der Fall ist. Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautrötungen und Magenschmerzen erscheinen im Vergleich zu den Hauptrisiken von Antibiotika bedeutungslos: dem wahllosen Ausmerzen von Scharen unverzichtbarer Bakterien sowie den schwer zu behandelnden Krankheiten, die daraus folgen (und oftmals auch gar nicht mehr auf einen fehlerhaften und/oder zu lange andauernden Gebrauch von Antibiotika zurückzuführen sind).

Es gibt Infektionen, die in jedem Fall mit Antibiotika behandelt werden müssen, das steht außer Frage, aber sehr häufig ist die Notwendigkeit für Antibiotika eine Grauzone. (Ganz zu schweigen davon, dass viele Ärzte auch bei Virusinfektionen Antibiotika verschreiben. Hier wirken sie aber nicht!) Wie oft habe ich schon gehört, dass einer Katze wegen einer Blasenentzündung ein Langzeitantibiotikum gespritzt wurde! Und das sogar mehrmals hintereinander. Wie furchtbar! Aber das ist ein anderes Thema.

Mehr zu Blasenentzündungen hier.

Seit mehr als einem halben Jahrhundert werden Antibiotika zum Mästen von Nutztieren eingesetzt, da man festgestellt hat, dass die Tiere, die mit Antibiotika vermischtes Futter bekommen, schneller an Gewicht zunehmen. Antibiotika können nämlich selektiv das Wachstum von Mikroben fördern, die in der Lage sind, mehr Energie aus der Nahrung herauszuziehen. Studien haben nachgewiesen, dass die Gabe niedrig dosierter Antibiotika an junge Mäuse über einen Zeitraum von nur wenigen Wochen dazu führen kann, dass sie im späteren Leben fettleibig werden (ganz zu schweigen von Krankheiten). (Noch ein Grund mehr, ganz genau zu prüfen, was man füttert! s. Futter Hier gibt es einen Link zu dem Futter, welches wir seit Jahren fütern.).

Und: die Gabe von Antibiotika als Vorsorgemaßnahme bei Tieren mit ganzjähriger Stallhaltung führt zu arzneimittelresistenten Bakterien. (Buch-Tipp: „Das Mikrobiom“ von Dr. Robynne Chutkan)


nach oben