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Blasenentzündung und Steinbildung

Erkrankungen der ableitenden Harnwege

(FLUTD – Feline Lower Urinary Tract Disease) und Feline Interstitielle Cystitis (FIC) bzw. FUS = Felines Urologisches Syndrom)

Mit der Abkürzung FLUTD wird keine einzelne Erkrankung, sondern eine ganze Gruppe verschiedener Erkrankungen der ableitenden Harnwege, also der Harnblase und der Harnröhre, zusammengefasst.

Bei rund zwei Drittel aller Fälle ist die Ursache für eine FLUTD eine Blasenentzündung, die Feline Interstitielle Cystitis.


Die wirkliche Ursache der Cystitis ist noch nicht vollständig geklärt. Ein wesentlicher Faktor ist inzwischen jedoch bekannt: Stress. Selbst bei milden Stresseinflüssen reicht der erhöhte Spannungszustand des Nervensystems zusammen mit einer gesteigerten Adrenalinausschüttung aus, um bei bestimmten Katzen eine Entzündungsreaktion in der Blasenwand hervorzurufen.

Die zweite wesentliche Ursache von FLUTD-Symptomen sind Harnkristalle und Blasensteine. In ihnen können sich Bakterien sehr leicht vermehren. Häufig beschädigen Grieß und Steine auch die Blasenwand, die Bakterien können sich noch besser einnisten und vermehren. Blut ist im Urin zu finden. Der Kristallisationsprozess wird durch konzentrierten Harn, seltenen Harnabsatz und geringes Harnvolumen gefördert.


Generelle Risikofaktoren für Harnsteine sind Übergewicht und Inaktivität, sowie eine zu geringe Wasseraufnahme. Gerade bei der widernatürlichen Trockenfutterernährung treten FLUTD-Problematiken besonders häufig auf.

Bestimmte Konstitutionstypen haben eine besondere Neigung zur Bildung von Blasengrieß und Blasensteinen.

Weitere weniger häufige Ursachen sind bakteriell bedingte Blaseninfektionen (vor allem bei Katzen über zehn Jahren) – so kann ein Rest Urin, der nach dem Wasserlassen in der Blase zurück bleibt, einen idealen Nährboden für Bakterien bilden, Missbildungen der Harnblasen wie Polypen oder Tumore der Blasenwand.


Eine lebensbedrohliche Folge der Blasenentzündung und der Harnkristallbildung ist die Verstopfung der Harnröhre. Hier sind vorwiegend Kater betroffen, da diese eine viel engere Harnröhre haben als Kätzinnen. Im Harn befinden sich durch die Entzündung abgestorbene Zellen, Blutkörperchen oder sogar ganze Blutgerinnsel, die mit den eventuell vorhandenen Kristallen die Harnröhre verstopfen können. Innerhalb weniger Stunden entsteht eine lebensbedrohliche und hochgradig schmerzhafte Situation durch den Rückstau des Harns!

Zu Beginn sind die betroffenen Katzen unruhig und ängstlich. Sie miauen viel, schlagen mit dem Schwanz und mögen sich nicht hinlegen. Der Rücken wird nach oben gekrümmt, der Bauch ist bei Berührung äußerst schmerzhaft. Hält dieser Zustand über einen längeren Zeitraum an, folgt eine Harnvergiftung mit Erbrechen. Im schlimmsten Fall kann es zum Zerreißen der Harnblase oder gar zu einem Nierenversagen kommen. Innerhalb von 24 bis 48 Stunden kann diese Situation zum Tode führen. Der Tierarzt muss SOFORT eingeschaltet werden!


Symptome

  • Häufiger und schmerzhafter Harnabsatz in kleinen Mengen. Die Katze kommt wegen des Harndrangs kaum zur Ruhe. Es ist nicht mehr Harn vorhanden, aber die Entzündung ahmt das Gefühl der Blasenfülle nach, so dass die Katze ständig meint, sie müsse urinieren. (Menschen, die schon einmal eine Cystitis hatten, wissen, wovon ich rede.)
  • Harnabsatz an verschiedenen Stellen außerhalb des Katzenklos => Unsauberkeit. Die Katze meidet das Katzenklo, da sie es mit Schmerzen in Verbindung bringt.
  • möglicherweise Schmerzäußerungen und Schreien beim Urinieren
  • Einige Katzen mit Blasenschmerzen putzen sich sehr intensiv am Bauch über der Blase und werden deshalb in diesem Bereich nackt.
  • Eine Veränderung des Urins in Farbe, Geruch und auch Konsistenz ist zu beobachten. Es kann auch zu Beimengungen von Schleim, Eiter oder auch Blut kommen. Sollte die Erkrankung besonders schmerzhaft sein oder auch mit Fieber einhergehen, ist ein verringerter Appetit der Katze zu bemerken. Möglicherweise zeigt sie ihre Schmerzen durch einen hochgezogenen und gekrümmten Rücken.
  • Bei chronischen Verläufen wird die Haut trocken, das Fell wird glanzlos und struppig, die Haare brüchig. Allerdings sollte es bei genauer Beobachtung Ihres vierbeinigen Familienmitgliedes es gar nicht so weit kommen.

Immer einen Versuch wert ist dieses einfache Hausmittel bei Blasenentzündungen, denn:

E. coli ist der häufigste Erreger von Harnwegsinfektionen. D-Mannose hilft bei Entzündungen der Blase von Hunden und Katzen. Dieser Zucker wirkt angeblich sehr gut bei allen Entzündungen ausgelöst durch E.coli oder Klebsiella Bakterien. Man sagt, D-Mannose sei so wirksam wie Antibiotika.

Dosis: eine Messerspitze 2-3x täglich.

Steinbildung

Steinbildung ist, wie auch die Blasenentzündung, oft ein konstitutionelles Problem, d.h. Veranlagung. Einige Katzentypen neigen meist mehr dazu als andere. Gerade auch bei einigen Rassekatzen gibt es eine Häufung des Problems.

Jede im Urin vorkommende Substanz (so auch Medikamente wie z.B. einige Diuretika (z.B. Triamteren)), deren Konzentration zur Bildung von Ausfällungen ausreicht, kann theoretisch eine Steinbildung bewirken.

Je nach Milieubedingungen kann es zu Grieß oder Steinen (durchaus von beachtlicher Größe) kommen. Die häufigsten Kristalle sind die Struvitsteine. Sie bestehen aus Magnesium-Ammonium-Phosphat und fallen im alkalischen Urin aus. Fleischfresser produzieren normalerweise durch die Nebenprodukte der Fleischernährung einen sauren Urin. Kommerzielle Futtersorten basieren allerdings überwiegend auf Getreide und produzieren eher einen alkalischen Urin. Das ist sicherlich der Hauptfaktor für eine Kristallbildung. Normalerweise sollte der Urin der Katze einen pH-Wert von ungefähr 6,5 aufweisen.

Ist eine Infektion vorausgegangen, sondert die Bakterien alkalische Substanzen ab, die dann zu einer Veränderung des Milieus in der Harnblase führen, wobei Struvit als Harnstein ausfallen kann. Die Bakterien spalten nämlich den im Urin enthaltenen Harnstoff in Ammoniak und Kohlendioxid. Dies bewirkt somit einen Anstieg der Konzentrationen von Bikarbonat und Ammonium und damit eine Alkalisierung des Urins. Dadurch wird das Ausfallen von Magnesium-Ammonium-Phosphat begünstigt, vorallem, wenn eine Übersättigung des Harns mit Magnesium und Phosphor vorliegt. Die Struvitsteine vergrößern sich besonders rasch. Die Bakterien können außerdem in den Steinen eingeschlossen werden. Zudem wachsen Bakterien im alkalischen Milieu allgemein besser, so dass meinesachtens eine nicht artgerechte Ernährung hauptverantwortlich für eine Steinbildung ist.


Wenn Kristalle im Urin sind, kann durch ihre Form und ihr Aussehen mit dem Mikroskop festgestellt werden, um welche Kristallart es sich handelt. Struvitkristalle (Magnesium-Ammonium-Phosphat) z.B. sehen aus wie kleine Sargdeckel und können bei einem Harn-pH-Wert ab 7,0 auftreten. Liegt der pH-Wert unter 6,6 lösen sich die Steine auf, weshalb die Behandlung von Struvit in der Regel darin liegt, den Urin anzusäuern, um den pH-Wert zu senken.


(Calcium-)OxalatkristalleVitamin-B6-Mangel oder einer vermehrten Oxalatabsorption im Darm, so steigt auch die Oxalatkonzentration im Urin an. Die Ausfällung von Calciumoxalat ist die Folge. Man nimmt auch an, dass Entzündungen der Harnwege die Oxalatstein-Bildung begünstigen.

Noch vor einigen Jahrzehnten waren Oxalatsteine sehr selten, allerdings stieg die Zahl der erkrankten Katzen sprunghaft an, seit Futtermittelhersteller begonnen haben, den Magnesiumgehalt in Fertigfuttermitteln zu reduzieren, um den Struvitsteinen vorzubeugen. Magnesium geht aber mit Oxalat eine Verbindung ein und vermindert so das Risiko einer Steinbildung, d. h. ein niedriger Magnesiumspiegel erhöht das Risiko einer Oxalatsteinbildung.

Man sieht recht deutlich, wie der Darm mit den Harnwegen zusammenhängt. Daher: artgerecht füttern beugt Steinbildung vor!



Es gibt noch eine Reihe weiterer Kristallarten. (Ammonium-)Uratsteine (=Harnsteine aus Harnsäure) und Cystinsteine (sind eine seltene Form von Harnsteinen) kommen bei Katzen eher selten vor. Cystinsteine treten z.B bei Katzen auf, die unzureichende Mengen Cystin in der Niere reabsorbieren. Beide gedeihen im sauren Urin, also sollte man ihn etwas basischer gestalten. Auch gibt es Calciumphosphatsteine, die gedeihen im alkalischen Milieu am besten. Bei einem saurem Milieu im Harn wird Calciumphosphat gelöst. Steigt der pH-Wert an (z.B. durch alkalische Abscheidungen von Bakterien oder Entzündungen), dann können Calciumphosphatkristalle ausfallen. Hohe Konzentrationen von Calciumphosphat können Nierensteine verursachen.


Auch bei der Steinbildung scheint es eine genetische Disposition zu geben. Je nach Rasse gibt es eine Neigung zur Struvit- bzw. der Oxalatbildung.


Bereits winzig kleine Kristalle können mit ihren nadelscharfen Spitzen die Schleimhaut angreifen, so dass es zu Reizungen und Entzündungen kommt.




Diagnose

Erste Hinweise liefert das Verhalten der Katze mit den oben genannten Symptomen. Darüber hinaus sind noch weitere diagnostische Möglichkeiten sinnvoll:

Harnuntersuchung

Der Harn wird auf Blut, Eiweiß, fremde Zellen, Bakterien und Kristalle hin analysiert. Besteht der Verdacht auf eine bakterielle Infektion, ist eine bakteriologische Untersuchung sinnvoll. Ganz besonders bei älteren Katzen. Aber Achtung: Der Urin muss frisch sein. Steht er länger, verfälscht sich das Ergebnis. Bakterien bilden sich. Und auch Harnkristalle fallen schon aus, wenn die Probe älter als 2 Stunden ist, so dass eine "alte" Probe in der Hinsicht nur begrenzt aussagekräftig ist.

Röntgen

Es können hiermit Steine und eventuell eine verdickte Blasenwand dargestellt werden.

Ultraschall

Ist meist aussagekräftiger als das Röntgen. Hier können Blasensteine und –grieß, Blasenschlamm (Ansammlung von Kristallen), oft sogar auch Blutgerinnsel, Polypen, Missbildungen und eine verdickte Blasenwand effektiv sichtbar gemacht werden.

Endoskopie

Ist noch besser als Ultraschall, aber noch nicht weit verbreitet. Hierbei kann die Blase mit einem durch die Harnröhre eingeführten, superfeinen optischen Gerät von innen besichtigt und kleine Schleimhautproben entnommen werden.

Blutuntersuchungen

Ein Blutbild gibt Hinweise auf die Nierenfunktion, den Elektrolythaushalt und andere Organfunktionen. Besonders bei einem schon einige Zeit bestehenden Harnrückstau und Verdacht auf Allgemeinerkrankungen ist dies von großer Wichtigkeit.

Fütterungsempfehlung

Als erstes gilt bei allen Blasenerkrankungen: die Blase muss gut durchgespült werden. Also ist Trockenfutter jeder Art, auch das "gute" Diättrockenfutter vom Tierarzt, zu vermeiden. (Trockenfutter sollte generell vermieden werden.)

Auch die im Handel oder beim Tierarzt angebotenen Urinary-Nassfutter sind nicht wirklich geeignet, da die Zusammensetzung zum einen für einen Fleischfresser oft recht zweifelhaft ist (was haben z.B. Mais und Reis darin zu suchen?) und zum anderen dem Futter häufig Salz beigemischt wird und Salz stellt wiederum eine Belastung für die Nieren dar.

Für die meisten Diätfuttermittel gibt es auch Empfehlungen über welchen Zeitraum diese gegeben werden dürfen, meist max. 12 Wochen. Dennoch raten viele Tierärzte dazu, diese ständig zu füttern oder weisen den Katzenhalter nicht auf die Gefahren hin, die damit verbunden sind, wenn die Diätfuttermittel über einen längeren Zeitraum gegeben werden.

Nochmal ganz kurz was zu Struvitsteinen und Ernährung:

Struvitsteine bekommt man, wenn der pH-Wert zu hoch ist. Darum muss er zur Auflösung angesäuert werden. Der pH-Wert darf aber auch nicht unter 6,2 sinken, da sonst die Gefahr von Oxalatsteinen besteht.

Die bei Katzen häufigste Steinart sind Struvitseine. Sie entstehen, wenn der PH Wert im Harn zu alkalisch wird. Andere Steinarten sind Calcium-Oxalat-Steine.

Der optimale pH-Wert bei Katzen liegt zwischen 6 - 6,5. Liegt er über 7 dann ist der PH Wert zu basisch und es können sich Struvitsteine bilden.

Bei Katzen mit Struvitsteinen muss der Harn angesäuert werden, dies geschieht durch Nahrung mit ganz hohem Eiweißanteil (z.B. dieses artgerechte Futter hier und/oder Frischfleisch) und keinem Getreide. Eine eiweißreduzierte Kost, wie in einigen Diätfuttern angeboten wird, führt zu einer weiteren Verschiebung des Harns in den alkalischen Bereich. Wenn Katzen sehr stark von Struvitsteinen betroffen sind, ist eine zusätzliche Gabe von Ipakitine (Phospatbinder) sinnvoll, um auch den Phosphatgehalt zu senken.

Und: Katzen mit Struvitsteinen sollten keinesfalls Nahrngsergänzungsmittel mit Magnesium bekommen, da Magnesium (egal welche Art davon) die Struvitsteinbildung begünstigt! Achtung also bei Basenpulvern und Supplementen (Inhaltsstoffe lesen!).

In den meisten Fällen reicht die Futterumstellung aus, damit der Harn wieder normal angesäuert wird. Ob dies der Fall ist, kann man mit normalen Teststreifen aus der Apotheke für den Harnsäuregehalt testen. Dafür den Streifen in den Harn legen (etwas schwierig) und messen. Man kann versuchen das Klo zu entleeren, die Katze auf das blanke Klo gehen zu lassen und dann den Urin auffangen. Wenn das nicht klappt, gibt es das Spezialkatzenstreu „Cathrine“®. Dieses besteht aus kleinen Plastikkügelchen, so dass die meisten Katzen das Gefühl haben, es wäre Streu in der Katzentoilette. Der Urin läuft aber durch und kann am Boden der Toilette mit einer Pipette aufgenommen werden und dann kann man den Teststreifen reinlegen.

Der Urin sollte bei 6,0 - 6,5 liegen. Liegt er bei 7 oder drüber, müsste diese Paste dazugefügt werden. Gibt man 2-3 Mal täglich zwischen der Fütterung, 2-3 Portionen abhängig von der Abweichung des PH-Gehalts, je mehr der Gehalt über 7 liegt, desto öfter geben. In der Regel 2-3 Mal 2-3 Portionen (1 x drücken = eine Portion). DIESE PASTE NICHT ZUR VORBEUGUNG GEBEN!

Es muss regelmäßig immer mal wieder der Harn getestet werden, um zu sehen, wie welche Maßnahmen anschlagen.

Für alle Arten von Harnsteinen gilt, dass eine erhöhte Wasseraufnahme den Urin verdünnt, und somit die Ausfällung von Salzen vermindert. Möglichkeiten, die Wasseraufnahme zu steigern sind:

- Trockenfutter auf jeden Fall vermeiden

- Beimengung von Wasser zum Dosenfutter

- Bereitstellung von mehreren Wasserstellen

- Anregung des Spieltriebs durch Zugabe von einem Ping Pong Ball in den Wassernapf insbesondere verspielte Katzen lassen sich damit auch zur Wasseraufnahme verführen oder durch Zimmerbrunnen


Und auch hier gilt wieder: die Katze artgerecht füttern!







Magnesium als Auslöser für Steine?

Wie oben bereits erwähnt, reduzieren viele Futtermittelhersteller schon von Haus aus den Gehalt an Magnesium im Futter. Grund dafür sind Studien aus den 70er und 80er Jahren, die ergaben, dass mit einer Erhöhung der Magnesiumkonzentration im Urin auch das Risiko von Magnesiumphoshatsteinen (also Struvit) ansteigt. Daraufhin wurden extra "Antistruvit-Diäten" entwickelt, die nur noch einen Magnesiumgehalt von unter 20 mg/100 kcal beinhalten.

Hierbei kann es allerdings zu Mangelerscheinungen kommen. Zudem steigt auch das Risiko für die Bildung der Calciumoxalatsteine, da sich der pH-Gehalt des Urins mitunter ungünstig ändert. Magnesium ist außerdem ein Hemmer der Calciumoxalatsteinbildung. Magnesium verbindet sich im Harn mit Oxalsäure zu Magnesiumoxalat, einer Verbindung, die leichter löslich ist als Calciumoxalat. Zudem vermindert eine evtl. Verbindung von Magnesium und Oxalsäure im Darm das Risiko einer vermehrten Oxalsäureaufnahme.

Außerdem soll mittlerweile die Annahme, dass Magnesium ein potenzieller Risikofaktor zur Steinbildung sei, bereits weitgehend wiederlegt sein.

Kritisiert werden die damaligen Studien u.a. damit, dass u.a. der verwendete Magnesiumgehalt weitaus höher war, als der, der im handelsüblichen Futter enthalten gewesen ist. Und auch die Art des verwendeten Magnesiumsalzes kann einen Einfluss auf den pH-Wert des Harns gehabt und somit die Ergebnisse verfälscht haben. Daher ist alles in allem ist der Einfluss von Magnesium bei der Struvitsteinbildung als eher gering einzustufen.

Die Fütterung von hochwertigem Nassfutter oder besser noch von artgerechter Rohfleischfütterung (BARF) verringert somit das Risiko von Oxalatsteinen. Eine Fütterung mit Trockenfutter oder minderwertigem Nassfutter mit einem hohen Anteil an Kohlenhydraten und pflanzlichen Bestandteilen begünstigt dagegen die Steinbildung allgemein.

Exkurs

Das erinnert mich an bisschen an die "Legende über den eisenreichen Spinat". Viele Jahrzehnte über hielt sich der Mythos, dass Spinat für Menschen so unglaublich gesund sei wegen seines hohen Eisengehaltes. Entweder wurde damals das Komma vertauscht oder frischer mit getrocknetem Spinat verwechselt. Fakt ist aber, dass der Eisengehalt von frischem Spinat mit 2,6 Milligramm auf 100 Gramm eher gering ist.

Und damit nicht genug: Das im Spinat enthaltene Eisen ist auch noch für den menschlichen Darm schlecht verwertbar. Um mehr Eisen aufzunehmen, hätte Popeye direkt dazu immer ein Glas Orangensaft trinken müssen. Denn das darin enthaltene Vitamin C hilft dem menschlichen Körper bei der Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln. Aber das nur am Rande.

Behandlung

Bei allen Erkrankungen der ableitenden Harnwege stehen vor allem die Schmerzfreiheit und der ungestörte Harnabsatz an erster Stelle.

Je nach Befund wird Ihre Katze ein Antibiotikum erhalten, homöopathische Medikamente, die die Blase beruhigen und den Durst steigern (um den Spüleffekt zu nutzen), eine urinansäuernde Paste und evtl. ein entkrampfendes und schmerzlinderndes Medikament.


Übrigens: Antibiotika sind allerdings nur dann sinnvoll, wenn wirklich eine bakterielle Infektion besteht, was jedoch bei einer jungen oder mittelalten Katze mit FIC nur äußerst selten der Fall ist.

Von speziellen Harndiäten durch den Tierarzt vermittelt, rate ich ab. Besser ist es aus meiner Sicht, die Katze artgerecht zu ernähren. D.h. kein Fertigfutter mit z.B. hohem Getreideanteil füttern!


Wenn es zur Verstopfung der Harnröhre durch Blasengrieß gekommen ist, muss der Kater schnellstens behandelt werden. Je nach Zustand kann ein Harnkatheter gelegt werden. In einzelnen Fällen von hartnäckigen Blasensteinen muss sogar die Blase in einer Operation entleert und gespült werden. In Extremfällen muss manchmal die Spitze des Penis in einer Operation amputiert werden, um die Engstelle zu beseitigen. Keine Sorge: dies klingt schlimmer, als es ist, denn der Kater braucht die Penisspitze nicht zum Urinabsatz. Durch den Blasenschließmuskel wird sich der Urin auch weiterhin normal und kontrolliert entleeren (der Kater wird durch die Operation NICHT inkontinent).


Ist keine direkte Ursache zu finden – also bei einer FIC – steht die Schmerztherapie im Vordergrund. Hier ist es besonders wichtig zu wissen, dass diese Katzen auf Stressauslöser in der Umwelt reagieren. Die Optimierung der Lebensbedingungen durch katzengerecht gestaltete Lebensbedingungen steht also im Vordergrund. Helfen können hier Homöopathika und Bachblüten oder auch eine Pheromontherapie, um den emotionalen Spannungszustand zu reduzieren. In sehr seltenen Fällen und vorallem bei nicht kontrollierbaren und wiederholten Krankheitsschüben ist möglicherweise eine Zusätzliche Therapie mit Antidepressiva sinnvoll. Wenden Sie sich damit an einen gut ausgebildeten Therapeuten!


Leider stellt diese Erkrankung häufig ein wiederkehrendes Problem dar und ähnelt den chronischen Blasenerkrankungen beim Menschen. Die Katze wird behandelt, die Katze wird scheinbar gesund, aber dann nach einigen Wochen oder Monaten geht das Ganze wieder von vorne los. Daher ist es besonders wichtig die Behandlung konsequent und über einen längeren Zeitraum durchzuführen (mehrere Wochen).



Homöopathie und Bachblüten

Bei Blasenentzündungen und Harnröhrenentzündungen - Reinmittel:

  • Aconitum D30 bei einer „stürmisch“ verlaufenden Blasenentzündung (Aconitum ist der Eisenhut, der auch„Sturmhut“ genannt wird). Ursache sind hier bevorzugt Erkältungen durch kalten Wind.
  • Belladonna D6 alle 2 Stunden bei akuten Entzündungen mit Harnverhalten, Blut im Urin und Harntröpfeln, oftmals auch Fieber. In der D30 einmal am Tag.
  • Berberis D3, D4: subakute oder rezidivierende (wiederkehrende) Blasenentzündung, die Katze verliert ab und an Urin; der Urin ist mal hell, mal dunkel, das Befinden wechselt zwischen munter und matt, zwischen durstig oder hungrig bzw. keinem Durst oder Appetit. Berberis ist sehr geeignet für die Nach- und Dauerbehandlung von chronischen Blasen- und Nierenentzündungen oder von schleppenden Infektionen. Verschlimmerung durch Bewegung.
  • Cantharis D4, D6: akute Entzündung, ständiger Harndrang, die Katze versucht immer wieder Urin abzusetzen, es kommt aber nichts oder nur wenige, meist blutige Tröpfchen, beim Laufen und Liegen verliert sie evtl. Urintröpfchen (häufig ist ein Folgemittel nötig)
  • Capsicum D6: Die Katze zeigt eine massive Beunruhigung. Ständig läuft sie kreuz und quer in der Gegend herum und kann einfach keine Ruhe finden. Der brennende Schmerz beim Harnabsatz ist wirklich extrem. Die Tiere stöhnen vor dem Urinieren und die Bauchdecke ist verspannt.
  • Dulcamara C30: akute oder akut rezidivierende (wiederkehrende) Entzündung als Folge von Durchnässung; Harndrang, Bauchschmerzen, selten wird Urin beim Laufen oder Liegen verloren; Symptome nicht so stark wie bei Cantharis; Verschlimmerung durch Wetterwechsel von warm zu kalt, Nässe
  • Lycopodium D30: die Katze trinkt wenig, wodurch die Nieren und harnableitenden Organe überfordert sind. Der Urin wird ohne Druck abgesetzt, wodurch die Katze dafür länger als nötig braucht und manchmal sogar aufschreien kann. Der Harn ist dunkel, konzentriert und sedimentreich.
  • Sabal serrulatum D3: bei Harngrieß; vergeblicher Harndrang, harte Bauchdecke, es kommt kein oder kaum Urin. Das Mittel kann verhindern, dass sich Harngrieß im Anfang der Erkrankung festsetzt, bzw. es löst leichte Verstopfungen auf; nicht länger als einen Tag anwenden, wenn kein Erfolg sichtbar ist!
  • Magnesium carbonicum D30: Spastische, krampfartige Zustände und Harngrieß; zusammen mit Lycopodium D30 im täglichen Wechsel über etwa vier Wochen geben.
  • Mercurius solubilis Hahnemanni D6 oder D8: akute oder subakute Blasenentzündung; blutiger, wund machender Urin; wenig Harndrang und Schmerzhaftigkeit.

Komplexmittel

Reneel N-Tabletten bei Blasenentzündung, bzw. Berberis Homacord bei Entzündungen mit Krämpfen und Plantago-Homacord bei einer Reizblase. Solidago compositum eignet sich nicht nur zur Anregung der körpereigenen Abwehrkräfte. Es umfasst ein Anwendungsgebiet akuter und chronischer Erkrankungen der Nieren und Harnwege, wie zum Beispiel der Blasenentzündung. Bei akuten Beschwerden sollte man einmal täglich eine halbe Ampulle verabreichen, bei chronischen Verläufen ein- bis zweimal pro Woche. ReVet H 18 - Blase und Niere bei Blasenentzündung, Blasenentleerungsstörung, Entzündung der harnbildenden und harnableitenden Wege, Nierenentzündung, Nierenbeckenentzündung, Harnleiterentzündung, schmerzhaftes Harndrängen, erschwerter Harnfluss bei Prostatavergrößerung, Harngrieß.

Bachblüten

  • Agrimony bei Ruhelosigkeit
  • Elm bei einem plötzlichen Krankheitsbeginn
  • Cherry Plum bei erfolglosem Harnzwang
  • Holly bei heftigen Entzündungsschmerzen

Homöopathie und Bachblüten bei Harngrieß, Steinbildung

Hierbei geht es um eine Umstimmung, das heißt Normalisierung des Blasen- und Nierenmilieus. Daher ist die Medikation unabhängig von der Art des Steines.

  • Berberis D4, D12 verabreichen Sie über 2-3 Wochen, wenn häufiges Wasserlassen mit brennenden Schmerzen verbunden ist und der schleimige Urin ein hellrotes, mehliges Sediment hat.

    Berberis D4 sollte zusammen mit Cantharis D6 und Rubia tinctorum D1 verabreicht werden. Diese Kombination ist wie ein "homöopathisches Katheter" und hilft der verlegten Harnröhre.

  • Lycopodium D6 bzw. D30: Die Katze ist müde, launisch, lustlos, dunkler Urin, sehr wählerisch beim Fressen, manchmal Blasen- oder Nierensteine, Harngrieß möglich; Verschlimmerung durch Nässe, Kälte, Stress, morgens zwischen, zwischen 16.00 und 20.00 Uhr; Besserung durch Bewegung, warmes Futter; ein weiteres Symptom für Lycopodium ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der die Leber mitbetroffen ist. Handelt es sich um eine leicht auflösbare Ansammlung von Harnsediment, und das ist meistens der Fall, dann hilft eine einzige Dosis dieser Arznei. Anschluss daran stündlich eine Gabe Berberis D4 geben und das Problem sollte schnell behoben sein.
  • Magnesium carbonicum D30: Spastische, krampfartige Zustände und Harngrieß; zusammen mit Lycopodium D30 im täglichen Wechsel über etwa vier Wochen geben.
  • Sabal serrulatum D3: bei Harngrieß; vergeblicher Harndrang, harte Bauchdecke, es kommt kein oder kaum Urin. Das Mittel kann verhindern, dass sich Harngrieß im Anfang der Erkrankung festsetzt, bzw. es löst leichte Verstopfungen auf; nicht länger als einen Tag anwenden, wenn kein Erfolg sichtbar ist!
  • Sarsaparilla D4: Harndrang, Harngrieß mit gleichzeitiger Entzündung von Blase oder/und Nieren; der Urin tröpfelt nach dem Urinabsatz nach; Ekzem der Haut mit nässenden und eitrigen Bläschen.
  • Silicea D6: Anwendung aus der Erfahrung bei Nierensteinen, vermindert Kolikanfälle; reduziert die Steinneubildung; evtl. Dauertherapie.

Komplexmittel

Berberis-Homaccord vorallem, wenn krampfartige Zustände vorherrschen. ReVet H 18 - Blase und Niere bei Blasenentzündung, Blasenentleerungsstörung, Entzündung der harnbildenden und harnableitenden Wege, Nierenentzündung, Nierenbeckenentzündung, Harnleiterentzündung, schmerzhaftes Harndrängen, erschwerter Harnfluss bei Prostatavergrößerung, Harngrieß.

Bachblüten

  • Rescue Remedy (Notfalltropfen) bei heftigen Beschwerden und Schmerzen
  • Agrimony bei Ruhelosigkeit und Schmerzen
  • Crab Apple bei Unvermögen, Steine auszuscheiden

Homöopathie bei Blasenlähmung

  • Arnica C30: Folge von Unfall, Schock, Verletzung, Blutverlust; Schmerzhaftigkeit, starke Berührungsempfindlichkeit; Verschlimmerung durch Bewegung, Berührung
  • Plumbum aceticum D6: bei Störungen der nervalen Versorgung; Blasenlähmung mit Harnverhalten (spastisch) oder mit passivem Urinverlust

Weitere Hilfen:

  • Struvisan-Paste zum Ansäuern des Harns. Zur Unterstützung bei der Auflösung und zur Prophylaxe des Wiederauftretens von Struvitsteinen
  • Eurologist: Chinesische Kräuterformel, die bei Blasengrieß und Blasenentzündung helfen soll. (Nicht bei trächtigen Tieren anwenden!) Anzuwenden bei allen Steinarten.
  • Vitamin B6 bei Oxalatsteinen.
  • L-Methionin bei Struvitsteinen.
  • Bärentraubentee oder Extrakt oder Cranberrytee/-Extrakt. Beide stärken die Blasenwand gegen Bakterien, sind entzündungshemmend und wirken auch prophylaktisch, kann man also lange geben.
  • EM (effektive Mikroorganismen) zur Stärkung des Darmmilieus (Wir erinnern uns, Magen-Darm und der Harnapparat hängen dicht miteinander zusammen). Das Darmmilieu, die Futterverwertung und somit die Verdauung werden positiv beeinflusst. Ein gesundes Darmmilieu bedingt eine starke Darmschleimhaut zum Schutz vor Erregern und Giften und verhindert gleichzeitig den übermäßigen Befall mit Darmparasiten.

Bei allem gilt: artgerechtes Futter: hochwertige Proteine und kein Getreide!


Exkurs: Schüßler Salze bei Nierensteinen

  • Schüßlersalz Nr. 1 Calcium fluoratum D6: Löst Nierengrieß und auch größere Nierensteine auf. Es macht die Steine elastisch und so können sie leichter durch das Entleeren der Harnblase abgelassen werden. Dreimal täglich ein bis zwei Tabletten geben.
  • Schüßlersalz Nr. 8 Natrium chloratum D12: Unterstützt die Stoffwechselprozesse im aAlgemeinen und es wird eine optimale Befeuchtung des Gewebes des Harnapparates (Nieren, Harnleiter, Harnröhre) durchgeführt, sodass sich Nierensteine nicht festsetzen können. Dreimal täglich eine Tablette geben.
  • Schüßlersalz Nr.7 Magnesium phosphoricum D6: Bei spastischer Nierenkolik zusammen mit der Nr. 1 Calcium fluoratum D12 in warmem Wasser gelöst mittels Einwegspritze verabreichen. Einnahme bei Bedarf dreimal täglich.
  • Schüßlersalz Nr. 9 Natrium phosphoricum D6: Als Basenmittel für die harnsaure Umgebun und bei bereits bestehenden Schmerzen Dreimal täglich eine Tablette.
  • Schüßlersalz Nr. 11 Silicea D6: Wirkt als Stabilisator des belastenden Gewebes und unterstützt das Immunsystem. Dreimal täglich eine Tablette.
  • Schüßlersalz Nr. 16 Lithium chloratum D6: Stärkt das Immunsystem und wirkt beruhigend auf das Nervengewebe ein, auftretende Blähungen gehen leichter ab. Dreimal täglich eine Tablette.
  • Schüßlersalz Nr. 23 Natrium bicarbonicum D6: Bei allen Übersäuerungen oder durch Übersäuerung verursachten Schmerzen im Organismus kann Nr. 23 zusammen mit der Nr. 9 Natrium phosphoricum D6 mit jeweils dreimal täglich eine Tablette verabreicht werden. Es lässt ebenfalls die Blähungen leichter abgehen.

Je nach Bedarf und nach der jeweiligen Symptomatik können die oben aufgeführten biochemischen Mineralsalze über vier bis sechs Wochen lang verabreicht werden. Es wird damit auch gleichzeitig einer erneuten Bildung von Nierensteinen vorgebeugt.


Mein Tipp bei einer chronischen Blasenentzündung mit und ohne Steinbildung (egal, um welche Steine es sich handelt):

Da es sich oft um ein konstitutionelles Problem handelt:

Magnesium carbonicum D30 und Lycopodium D30 im täglichen Wechsel über 4 Wochen geben. Hier eine Tablette oder zehn Globuli ggfs. in Wasser aufgelöst und mit einer Einwegspritze (ohne Nadel natürlich!) ins Mäulchen geben. Das hat schon vielen "Steinbildnern" geholfen und kann die Anlage dazu auflösen. Diese Kur kann nach einigen Monaten noch mal wiederholt werden.

Sowie Schüßler Salz Nr. 21 Zinkum chloratum und Nr. 23 Natrium bicarbonicum ebenfalls über mindestens vier Wochen geben. Gerne im Wechsel zur obigen Kur. Dazu drei bis viermal am Tag eine Tablette von jedem Salz verfüttern, bzw. diese in warmem Wasserglas auflösen und die Lösung dann mittels Einwegspritze verabreichen. So bekommt die Mieze auch noch zusätzlich Feuchtigkeit. Wichtig: Artgerecht füttern und nicht das Diätfutter des Tierarztes (egal ob als Feucht oder Trockenfutter) verwenden.

Die Behandlung dauert lange. Durchhalten, damit es nicht zum Rückfall kommt.


Vorbeugend: Nieren-und Blasenkur mit Schüßler-Salzen

Bei gesunden wie auch bei alten oder chronisch erkrankten Tieren, die bereits schulmedizinisch behandelt werden, können Schüßler-Salz-Kuren den Allgemein-Zustand erhalten oder verbessern. Bei Nieren- und Blasenentzündungen (im Herbst und Winter) zeigen Katzen oft kaum Symptome. Dazu trinken sie meist wenig, sodass es vor allem bei Katern schnell zu Harnröhren- und Blasengrieß kommt.

Folgende Mittel wirken blasenstärkend:

  • Nr. 4 Kalium chloratum (D6): wirkt entzündungshemmend bei Abgang von Schleimhautfetzen
  • Nr. 9 Natrium phosphoricum: wirkt Stein- und Grießbildung entgegen
  • Nr. 10 Natrium sulfuricum: unterstützt die Harnausscheidung

Behandeln Sie Ihre Katze konsequent über 4 bis 6 Monate damit.


Was kann ich noch Gutes für meine von Blasenentzündungen geplagte Katze tun?

Es hat sich wohl gezeigt, dass einige Präparate, die bei Arthrosen helfen, auch die Blasenschleimhaut stabilisieren und so chronischen Blasenentzündungen vorbeugen. Gemeint sind hier Präparate, die aus den Inhaltsstoffen (Chondroitin und Glucosamin) der Neuseeländischen Grünlippmuschel hergestellt sind.



Bitte unbedingt beachten und nicht selber rumexperimentieren: Welche Potenz?


ACHTUNG:

Oftmals sind nicht entdeckte bakterielle oder virale Störfelder oder auch andere Erreger Auslöser für viele Krankheiten. Die heutigen Tierärzte behandeln allerdings oft einfach „aufs Blaue hinein“ mit Cortison und Antibiotika und gehen der Sache nicht auf den Grund. An Toxoplasmose oder Borrelien denken die wenigsten.

Diverse Erfahrungen zeigen allerdings mittlerweile, dass bei einem Tier (oder Menschen) viele Beschwerden (chronische Entzündungen, Allergien, Gelenk- und Muskelschmerzen, Verdauungsprobleme, usw.), durch Viren, Bakterien, Pilze etc. hervorgerufen werden.

Wir müssen daran denken, dass durch die heutige Globalisierung sich Bakterien, Viren und Co. mittlerweile über den ganzen Globus verteilen. So übertragen Insekten viele Erreger. Bsp. Leishmaniose. Leishmaniose kommt im gesamten Mittelmeerraum, Frankreich, Süddeutschland, Schweiz, Osteuropa und evtl. Österreich vor. Aber auch durch (rohes) Fleisch können sich diverse Krankheiten verbreiten… Stichwort Borrelien. Da Zecken und Insekten nicht nur den Menschen befallen, sondern auch andere Warmblütler, muss damit gerechnet werden, dass auch Fleisch und Geflügelprodukte mit Borrelien infiziert sein können und somit durch die Nahrungsaufnahme auf das Tier (bzw. den Menschen) übertragen werden. Außerdem: Borreliose kommt nie alleine, oft ist noch ein anderer Erreger im Spiel. Anaplasmose beispielsweise oder Neosporose. Neosporose wird genau wie Toxoplasmose durch Rohfleisch übertragen und hat leider (wie eigentlich alle diese Erreger) die unterschiedlichsten Symptome. (Deswegen auch Vorsicht bei der Rohfütterung, denn leider kann man weder sehen, noch riechen, noch schmecken, ob Erreger im Fleisch enthalten sind. Sicherer ist es, das Rohfleisch wenigstens kurz aufkochen zu lassen.)

Leider denken die allerwenigsten Tierärzte daran, dass eine Infektion der Auslöser allen Übels sein kann. Viele dieser Krankheiten kann man nicht heilen, das Tier (oder der Mensch) bleibt ein Leben lang Träger. Aber man kann das Immunsystem so fit halten, dass es nicht zum Ausbruch von Krankheiten kommt und dann sehr gut damit leben. Würden wir uns selber einmal testen lassen, wir wären überrascht, wer so alles in uns wohnt…

Daher mein Tipp: Bevor auf Teufel komm raus, Chemie in das arme Tier gepumpt wird, erstmal abchecken, ob nicht doch ein Erreger der Auslöser der ganzen Misere ist. Hierzu geht man auf die Seite des Tierärztlichen Labors in Freiburg und lässt auf die verschiedensten Erreger testen. Dann ist man zumindest schlauer und weiß, die Chemie kann man sich sparen. Zumal sie das Immunsystem nur noch mehr belasten würde und man landet im Teufelskreis. Wichtig ist natürlich, eine Stärkung des Immunsystems und die erfolgt mit artgerechter Fütterung und evtl. Zusatzprodukten, zum Darmfloraaufbau u.a. Besser ist meinesachtensaber die Methode des Heilpraktikers Ruch. Hier wird mit extra individuell für das Tier hergestellten Nosoden gearbeitet. Eine sehr schonende Methode. Einfach Sekrete des Tieres sammeln und einschicken. Denn: Die Erfahrung hat gezeigt, dass bei einem Tier die Beschwerden (chronische Entzündungen, Allergien, Gelenk- und Muskelschmerzen, Verdauungsprobleme, usw.), ausgelöst durch Viren, Bakterien, Pilze, uvm. sich analog zum Menschen abzeichnen. So können sich auch bei Tieren diese Funktionsstörungen im Körper auf das Verhalten des Tieres auswirken. Aber auch eine andauernde Belastung oder traumatische Erlebnisse hinterlassen ihre Spuren, diese schwächen, wie beim Menschen, das Tier und bieten Angriffsflächen für problematische Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten usw. oder für Giftstoffe.

Hiermit spart man sich auch normale Laboranalysen. Wir haben die Nosoden mit Erfolg getestet. Unsere „Arthrose“-Omi ist mit den Nosoden deutlich beweglicher geworden. Von wegen Arthrose… Lachhaft.



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