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Fallbeispiel: zwei Katzen bei einem Raucherehepaar

Hier eine kleine Geschichte, die hoffentlich ein Happy-End gefunden hat:

Vor einigen Wochen rief mich eine besorgte Katzenhalterin an. Sie und ihr Mann würden nicht mehr weiter wissen, irgendwie würde es ihren beiden Miezen gar nicht gut gehen. Ihre eine Katze leide an einer immer wiederkehrenden Bronchitis, ihr Kumpel hätte neuerdings Fell- und Hautprobleme. Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, würde die Katze nun auch noch Herzprobleme haben.

Sie konnten sich die Krankheiten der beiden Katzen nicht erklären. Sooo alt (beide etwa sieben Jahre alt) seien sie ja noch nicht. Sie bekämen auch artgerechtes Futter (sie und ihr Mann würden ja auch auf ihre Ernährung achten) und auch naturheilkundliche Medikamente und Homöopathie würden sie bekommen. Anfänglich hätte das wohl auch gut gewirkt aber jetzt nicht mehr. Was sie denn noch tun könnten?


Okay, nun bin ich keine Tierärztin oder Tierheilpraktikerin, aber durch das Telefonat hatte ich schon eine Idee, was denn das Problem sein könnte. Die gute Frau hatte mich über das Handy angerufen und immer mal wieder zwischendurch so pustende Geräusche beim Atmen gemacht. Genau: sie hatte dabei eine Zigarette geraucht. Sollte es sich hier um einen Raucherhaushalt handeln? Konnte das das Problem sein, dass ihre Katzen nicht gesund wurden?

Zufälligerweise war ich an einem der nächsten Tage bei dem Ehepaar in der Nähe und schlug also vor, mal kurz "auf einen Kaffee" bei ihnen vorbeizukommen. Vielleicht könnte ich ihnen ja helfen. Mein Vorschlag wurde sofort dankend angenommen.


Als ich dann ein paar Tage später die Wohnung betrat, dachte ich, mir bleibt die Luft weg! So ein Gestank nach altem, kalten Rauch! Widerlich. Und das mir, als absolute Nichtraucherin. Na gut, Augen (besser Nase) zu und durch – den Katzen zuliebe.

Das Paar selbst war etwa um die sechzig und sehr freundlich und aufgeschlossen. Die beiden Katzen auch – also sehr freundlich und aufgeschlossen, meine ich. Die Wohnung war auch schön groß und absolut katzengerecht eingerichtet: gute Kratzbäume, Hängemulden, eine Katzenklappe in den Garten, Futter- und Wassernäpfe getrennt von einander aufgestellt, drei Katzenklos... also alles, was man sich wünschen konnte.


Wir setzten uns an den Esstisch. Es gab Kaffee und Bio-Kekse. Ich ließ meinen Blick nochmal durch das Zimmer schweifen. Aha, da stand er, der Aschenbecher. Auf einem Tisch dicht neben der Terrassentür. Ein paar Kippen waren auch noch drin.

Nagut, nach einigem Vorgeplänkel über gesunde Ernährung (in der Tat, sowohl die Besitzer als auch die Katzen wurden gesund ernährt), brachte ich meinen Verdacht vor. Wozu lange warten? Ewig wollte ich es in dieser Nikotinbude auch nicht aushalten. Ich wusste eh schon, dass ich zuhause erstmal kräftig duschen und Haare waschen und alle Klamotten in die Waschmaschine stopfen musste.

Wer denn von beiden rauchen würde, fragte ich und wies auf den Aschenbecher. Ah, erwischt! Da waren gleich zwei betretende Gesichter. Beide würden sie noch rauchen. Ich musste gar nicht viel sagen, beide redeten drauf los. Sie würden ja nur noch draußen rauchen – auf der Terrasse oder im Winter eben am offenen Fenster. Man hatte ihnen nämlich schon mal gesagt, dass der Rauch für die Katzen ungesund wäre. Das war jetzt schon einige Monate her. Seitdem vermieden sie es, in der Wohnung zu rauchen.


Hm, schön, schön. Das war ja schon mal ein Ansatz. Allerdings musste ich ihnen erklären, dass der Aschenbecher ja trotzdem noch in der Wohnung stand und dass der Rauch wunderbar in die Wohnung zieht, wenn man am Fenster steht und raucht. Ich bat um eine Kerze, um es zu verdeutlichen. (Eine brennende Kerze reichte zur Verdeutlichung, da musste ich mir nicht eine Zigarette anzünden, denn bei aller Tierliebe, das wäre zu weit gegangen.) Stimmt: der Kerzenrauch zog nicht nach draußen, sondern in das Zimmer.

Die beiden waren etwas schockiert. Wo, sie doch schon an alles gedacht hätten... Ich erklärte, dass Tiere im Haushalt das Nikotin auch permanent bei der Fellwäsche ablecken bzw. bei der Nahrungsaufnahme mitfressen, wenn der Fressnapf ständig dem Rauch ausgesetzt ist.


Okay, aber sie würden ja nicht mehr in der Wohnung rauchen. Das bisschen, was durch das offene Fenster reinziehen würde, könne doch nicht so viel sein… meinte man daraufhin, wenn auch schon recht kleinlaut (die beiden wussten schon recht gut, woher der Wind wehte). Aber ich musste sie noch weiter schocken: Da es sich um einen langjährigen Raucherhaushalt handelte, war natürlich alles (also wirklich alles, ich meine alles!) mit Nikotin praktisch getränkt. Die Wände, der Boden, die Möbel… Überall befand sich das Nervengift.

Ich musste ihnen erklären, dass die in einem Raucherhaushalt lebenden Tiere den Rauch nicht nur einatmen würden, sondern das Nikotin über die Pfoten und das Fell täglich aufnehmen würden. Es wäre so, als ob man ständig barfuß durch die Schadstoffe gehen würde. Und dass es sich um einen Raucherhaushalt handeln würde, würde man auch sehr gut riechen. Sie und ihr Mann (und andere Raucher) würden das nur nicht mehr erschnüffeln können, weil sich deren Nasen schon zu sehr an den Zigarettengeruch gewöhnt hatten.


Jetzt wurden die Gesichter noch länger… und es sprudelte aus beiden förmlich heraus: Sie hätte ja schon bei ihrer letzten Bronchitis (ihrer letzten? Wie viele hatte sie denn schon?) aufgehört zu rauchen, wurde ja nur wieder rückfällig, weil er nicht aufhören konnte… , er würde ja nur rauchen, weil seine Freunde rauchen würden… etc. ich erspare mir mal jetzt die weiteren Kommentare. Im Verlauf der Kaffeerunde stellte sich nämlich noch heraus, dass immer weniger von ihren Freunden rauchen würde und dass interessanterweise Nichtraucher nur noch im Sommer zu Besuch kamen, wenn man draußen auf Terrasse beim Grillen sitzen konnte.

Ich erzählte noch einiges über Studien zum Passivrauchen und erklärte auch, dass die Katzen, selbst wenn sie ständig Zugang nach draußen hatte, doch immer wieder in die vergiftete Wohnung zurück kommen würden. Vorallem im Winter war das natürlich ein Problem, denn in der kalten Jahreszeit konnten sie so dem Nikotin noch weniger entgehen.


Zum Glück handelte es sich hier um ein Ehepaar, dem die Gesundheit ihrer Katzen wirklich am Herzen lag. Ja, sie fanden sogar Gefallen daran, über die Renovierung (besser die Sanierung) der Wohnung zu diskutieren. Denn saniert werden musste. Gerade die Holzpaneele im Bad (die sollten ja eigentlich sowieso schon immer weg, meinte sie) und der Rauputz im Flur (den hatte er ja eh nie schön gefunden) war natürlich ein Quell von jahrelang eingelagertem Nikotin. Da reichte ein einfaches Überstreichen wirklich nicht mehr aus.

Denn gerade bei Tieren (und Menschen) mit einem stark geschwächten Immunsystem, wie es bei chronischen Krankheiten oft der Fall ist, führt eine permanente Nikotinbelastung oft dazu, dass die Krankheit nicht geheilt werden kann. Schlimmer noch, vielleicht ist dieses Nervengift sogar der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt und somit der letzte Sargnagel. Da hilft auch die beste Medizin und die artgerechteste Ernährung nicht mehr, wenn man tagtäglich aufs Neue vergiftet wird.


So hat nun hoffentlich alles ein Happy-End gefunden: die Katzen bekommen eine saubere Wohnung (die Menschen natürlich auch, aber da wir hier bei "Miezfidel" sind, sind die Dosenöffner eher zweitrangig) und das Ehepaar kann die Zeit nutzen, gemeinsam die Wohnung neu zu gestalten. Vielleicht hilft ihnen das auch dabei, mit dem Rauchen aufzuhören. Außerdem bekamen sie von mir noch ein paar Tipps zu "Entgiftung" ihrer Lieblinge.


Wir wollen nicht vergessen: Rauchen ist eine Sucht! Und ich ziehe meinen Hut vor jedem, der es alleine geschafft hat, damit aufzuhören. Man sollte sich aber auch nicht scheuen, sich dabei Hilfe zu suchen.

Unseren nichtrauchenden Mitgeschöpfen zuliebe. Denn sie können nicht entscheiden, ob sie mitrauchen wollen oder nicht.


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