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Wissenswertes Über die alte Katze

Wann ist eine Katze alt? - Das Alter ist eine individuelle Sache

Auch Tierärzten fällt es oft schwer, das Alter einer gesunden und gut gepflegten Katze zu bestimmen. Ein Tier von drei, vier oder fünf Jahren sieht nicht viel anders aus als zum Beispiel ein achtjähriges. Eine zehn Jahre alte Katze, die nach wie vor springt, jagt und klettert, geht locker für ein paar Jahre jünger durch.

Tatsächlich bleibt das älterwerden bei vielen Katzen lange Zeit unsichtbar. Etwa vom 8. Lebensjahr an verändert sich der Stoffwechsel, der Organismus braucht länger, bis er auf Touren kommt, das Immunsystem wird schwächer. Sicht- oder spürbare Altersanzeichen lassen dann noch jahrelang auf sich warten.,

Ab 12 gilt die Katze als alt. Alt aussehen oder gebrechlich sein muss sie aber auch dann nicht.

Typische Alterserscheinungen:

  • die Körpermasse nimmt ab (die Nahrung wird nicht mehr optimal verwertet)
  • geringeres Bewegungsbedürfnis
  • verändertes Fressverhalten (der Geruchssinn der Katze nimmt ab)
  • längere Ruhe- und Schlafphasen
  • seltener Verhaltensänderungen, die mit dem menschlichen Altersstarrsinn oder Demenz verglichen werden können
  • Futter

    Nein, Katzen brauchen kein spezielles Seniorenfutter. Sie benötigen einfach artgerechtes Futter.

    Beobachten Sie allerdings das Gewicht Ihrer Katze. Übergewicht z.B. belastet den Organismus, begünstigt Diabetes mellitus, schadet den Gelenken und kann Leberprobleme verursachen. Genauso schädlich ist aber auch ein schneller Gewichtsverlust, und das kommt im Alter wesentlich häufiger vor, denn Geruchs- und Geschmacksinn lassen nach, was oft zu Appetitlosgkeit führt.

    Hier helfen allerdings ein paar einfache Tricks: Wärmen Sie das Futter Ihrer Katze etwas an. Angewärmtes Futter duftet intensiver und regt so die Fresslust an.

    Auch stark riechende Zutaten wie z.B. Fisch oder Leber unter das Futter gemischt, hilft der nun weniger feinen Seniorennase.

    Generell ist es nun noch besser, mehrere kleine Mahlzeiten am Tag anzubieten. Die reduzierten Portionen sind so leichter zu verdauen und auch für schlechte Esser zu einfacher bewältigen.

    Auch für den umgekehrten Fall, nämlich den, dass die Miez zu gerne frisst, können Sie so die Gewichtszunahme besser kontrollieren.

    Häufig wird im Alter die Verdauung träge. Das ist jedoch kein Grund zu Sorge, achten Sie aber darauf, der Katze leicht verdauliche und artgerechte Nahrung zu bieten. Leichtverdauliche Proteine sind mit zunehmendem Alter nun noch viel wichtiger. Finger weg von sog. Seniorenfuttern! Wie so gut wie alle Fertigfutter enthalten sie viel zu viel unverdauliche Proteine ind Form von Getreide.

    Proteinmangel beschleunigt allerdings den Alterungsprozess.

    Bei der Verbrennung von Proteinen entsteht Harnstoff als Abfallprodukt. Für ein älteres Tier ist das eine zusätzliche Belastung, zumal bei vielen Katzen-Senioren gerade die Entgiftungsorgane Leber und Nieren nicht mehr richtig funktionieren. Achten Sie also unbedingt darauf, Proteine zu verfüttern, die ihre Katze auch verdauen kann.

    Spezielle Diät nur für kranke Tiere

    Erst wenn ein Tierarzt bei Ihrer Katze eine Niereninsuffizienz diagnostiziert hat – und nur dann –, müssen Sie die Ernährung Ihrer Katze dieser Erkrankung anpassen. Die Anteile an Phosphor, Natrium und Proteinen in der Nahrung müssen verringert werden. Gleichzeitig müssen hochwertige Fette im Futter dafür sorgen, dass die kranke Katze mit ausreichend Energie versorgt wird.

    Eine artgerechte Ernährung ist also das A und O.

    Alte Katzen können im Allgemeinen ihre Nahrung schlechter verwerten. Das hängt mit der nachlassenden Funktion bestimmter Organe (z.B. Leber) und mit der verminderten Darmbewegung zusammen. Diese schlechtere Verwertung kann ausgeglichen werden, indem hochwertige Nahrung angeboten wird. Außerdem steigt der Bedarf an Vitaminen. Besonders wichtig für Verdauung und Stoffwechsel sind die Vitamine A, B1, B6, B12 und E. Ein Mangel an Vitamin B kann Übrigens auch zu Appetitlosigkeit führen. Testen Sie, ob Ihre Katze ein mit etwas Bierhefe angereichertes Futter mag – darin ist viel Vitamin B enthalten. Aber bitte Finger weg von künstlichen Vitaminpasten!

    Achtung: aufgrund des hohen Anteils an Phosphor (Bier-)hefe nicht bei nierenkranken Katzen verwenden!

    Unterstützung der Verdauung

    Katzen-Senioren sind anfälliger für Infektionskrankheiten, da mit dem Alter das Immunsystem schwächer wird. Die Aminosäure Lysin wirkt stärkend für das Immunsystem. Sie ist vor allem in Fisch, aber auch in Eiern enthalten.

    Um die Verdauung anzuregen, empfiehlt es sich, das Futter mit Ballaststoffen, wie zum Beispiel Gemüse und Weizenkleie, anzureichern. Ballaststoffe regen durch ihr Volumen die Darmtätigkeit an.

    Am wichtigsten ist es, ein älteres Tier nicht mit schwer verdaulichem Futter zu belasten und noch mehr als je zuvor auf hohe Qualität zu achten. Denn die älteren Miezen brauchen nach wie vor Energie und Proteine – es fällt dem Organismus nur schwerer, sie zu verdauen und zu verwerten.

    Genaues Beobachten

    Beobachten Sie Ihre Katze nun genauer. Alterserscheinungen und auch alterstypische Krankheiten treten oft schleichend auf.

    Gestalten Sie Ihre Wohnung den Bedürfnissen des Katzen-Seniors gerecht: Kletterhilfen anbieten, damit Katze ihre Lieblingsplätze erreichen kann und dieLiegeplätze weich und warm ausstatten.

    Tolerieren Sie die die Ruhephasen der Katze noch mehr als zuvor und halten Sie mögliche Stressfaktoren von der Katze fern; fordern Sie Ihre Katze ihren Möglichkeiten entsprechend, denn auch eine alte Katze liebt das Spiel und die Beschäftigung. So bleibt sie geistig und körperlich rege!

    Lassen Sie ein geriatrisches Profil beim Tierarzt erstellen! Hierdurch werden die typischen Alterserkrankungen erkannt, die unbehandelt der Katze das Leben zur Qual machen können, behandelt aber noch für ein langes, angenehmes Leben sorgen können.

    Geriatrisches Profil

    Durch ein sogenanntes geriatrisches Profil werden unter anderem Leber-, Nieren-, Schilddrüsen- und Blutzuckerwerte kontrolliert.

    Erkrankungen, die im Alter vermehrt auftreten, betreffen vorwiegend die Nieren, das Herz und die Schilddrüse. Aber auch Gelenkbeschwerden, Darmprobleme, Zahnerkrankungen und Diabetes sind typische Alterserkrankungen.


    Hier ein kurzer Überblick, wie sich die einzelnen Funktionssysteme des Organismus mit dem Alter verändern.

    MAULHÖHLE:

    Die Maulhöhle sollte bei älteren Katzen routinemäßig untersucht werden. Schlechter Geruch oder auch weniger Fressen sind oft die Folge von abgebrochenen Zähnen, Wurzelentzündungen, Zahnstein, kariösen Zähnen, Zahnfleischentzündungen oder auch von Tumoren. Zahnfleischentzündungen entstehen z.T. aufgrund zugrundeliegender Erkrankungen wie Niereninsuffizienz und führen auf Dauer zu schweren Erkrankungen wie Hepatitis, Herzerkrankung oder sogar zur Sepsis (Blutvergiftung).

    (Die regelmäßige Zahnsanierung / Zahnpflege ist ein sehr wichtiger Faktor fürs Wohlbefinden der Katze, da all diese Erkrankungen hochgradig schmerzhaft sind und auf Dauer tatsächlich das Katzenleben verkürzen können!)

    Die Angst, eine alte Katze zur Zahnsanierung in Narkose zu legen, ist heutzutage meist unbegründet. Natürlich muss das Risiko so gering wie möglich gehalten werden.

    In einer guten Praxis werden alle Senioren intubiert, um bei Atemstillstand sofort künstlich beatmen zu können. Auch eine angewärmte intravenöse Infusion sollte erfolgen, um die nötige Durchblutung aller Organe aufrecht zu erhalten , ganz besonders der sehr labilen Niere. Die Katze liegt auf einem Wärmebett und die gewählten Medikamente müssen den Anforderungen des alten Patienten unbedingt entsprechen. Die Katze muss nach der Narkose überwacht werden bis sie sich wieder in einem stabilen Zustand befinden und darf keinesfalls zu früh entlassen werden.


    HAUT:

    Die Haut ist, wie bei alten Menschen auch, dünner, weniger elastisch und weniger durchblutet. Dadurch können krankmachende Erreger leichter in den Körper eindringen. Zudem putzen sich ältere Katzen weniger als junge, so dass sie öfter verfilzte Stellen haben und manchmal auch müffeln. Die Krallen sind meist brüchig und werden nicht mehr so oft abgewetzt, so dass sie sehr lang werden. Senior-Katzen brauchen mehr Fellpflege durch ihre Halter. Alte Katzen sind auch anfälliger für Parasiten und Pilzerkrankungen und leiden häufiger an Dermatitis (Entzündung der Haut).


    BLUTSYSTEM:

    Die Fähigkeit auf größere Anforderungen zu reagieren, ist im Alter herabgesetzt, obwohl das Blutbildungssystem an sich kaum beeinflusst ist. Gerade bei nierenkranken Katzen muss man dies bedenken, da bei ihnen die Fähigkeit, rote Blutzellen zu bilden, abnimmt.

    Anämie (Mangel an roten Blutkörperchen ) tritt bei Senior-Katzen häufig auf. Da Anämie mehrere Ursachen haben kann, sollte man der Sache auf den Grund gehen.

    Bluthochdruck ist meist eine Folge von Nierenerkrankung oder Schilddrüsenüberfunktion.

    So leiden 65% der Katzen mit Niereninsuffizienz auch an Bluthochdruck. Das bedeutet, dass sie dauerhaft auch mit blutdrucksenkenden Mitteln behandelt werden müssen. Katzen mit Schilddrüsenüberfunktion benötigen diese Mittel dagegen eher selten, da der Blutdruck sich mit der Behandlung der Schilddrüse wieder normalisiert.

    Achtung: Nichtbehandelter Bluthochdruck kann zu Blindheit führen und irreversible Schäden am Herzen und Gehirn hervorrufen. (Wir hatten leider so einen Fall in der Nachbarschaft! Schlaganfall, Blindheit, Tod! Von einem Tag auf den nächsten.)


    IMMUNSYSTEM:

    Vergleicht man Senioren mit jungen Katzen, ist das Immunsystem weniger stark. D.h. alte Katzen sind anfälliger für Krankheiten. Regelmäßige Kotuntersuchungen sind sinnvoll.


    GEHIRN:

    Wie bei uns Menschen, führen Veränderungen im Gehirn (z.B. weniger Neuronenaktivität...) zu Gedächtnisverlust und Persönlichkeitsveränderung. Dies zeigt sich bei Katzen meist in vermehrtem Umherwandern, ekzessivem Miauen, Desorientierung, und / oder Zurückziehen...


    AUGEN:

    Altersveränderungen der Augen führen bei der Katze zu keinen wesentlichen Beeinträchtigungen. Erhöhter Blutdruck führt oftmals zu Veränderungen der Netzhaut.


    HERZ:

    Kardiovaskuläre Probleme sind nicht selten bei älteren Katzen und bedürfen einer eingehenden Untersuchung mittels Röntgen, EKG und Ultraschalldiagnostik.

    LUNGE:

    Die Lunge ist im Alter weniger elastisch, Ausatmungsvolumen und Hustenreflex sind vermindert. Auf den Röntgenbildern zeigt sich oft eine vermehrte Dichte des Lungengewebes, welche aber nicht pathologisch (Zeichen für eine Erkrankung) ist. Katzen leiden sehr selten an primären Lungenerkrankungen.


    HARNTRAKT:

    Es ist ein normaler Alterungsprozess, dass die Nierendurchblutung, die glomuläre Filtrationsrate (kurz GFR - gibt das Gesamtvolumen des Primärharns an, das von allen Glomeruli beider Nieren zusammen pro Zeit gebildet wird ) und die Nierengröße abnimmt. So tritt auch Kaliummangel häufiger bei alten Katzen auf und hat große Auswirkungen auf das Muskelsystem und auch auf das Herz. Ein typisches Anzeichen für Kaliummnagel ist ein stark gebeugter Hals.

    Seniorkatzen neigen auch zur Bildung von Harngrieß und Harnsteinen, was zu tödlichen Nierenversagen führen kann. In der Regel sind es Kalziumoxalate.

    Im Gegensatz zum Hund bekommen alte Katzen allerdings keine Inkontinenzprobleme und pieseln unter sich. Selbst Katzen mit Polyurie (stark vermehrter Harnabsatz) benutzen i.d.R. die Katzentoilette vorbildlich.

    Niereninsuffizienz (langsames Versagen der Nieren) ist leider eine häufige Erkrankung der älteren Katze. Auch bei dieser Erkrankung ist es so, dass Katzen zunächst lange Zeit äußerlich gesund erscheinen, da der Organismus über ein hohes Kompensationsvermögen verfügt.


    MAGEN - DARMTRAKT:

    Wie auch wir Menschen, haben ältere Katzen oft eine verminderte Darmaktivität, eine verminderte Wasserabsorption und auch eine verminderte Aufnahme der Vitamine, Elektrolyte und Mineralien.

    Somit haben Magen - Darmerkrankungen bei Seniorkatzen deutlich größere Auswirkungen als bei jungen Katzen.

    Auf jeden Fall ist, neben hochwertigem artgerechten Futter, darauf zu achten, dass Senior-Katzen ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Mehrere Wasserschalen und Trinkbrunnen sind hier praktisch. Man kann auch das normale Trinkwasser mit kleinen Eiswürfeln aus Hühner- oder Fischsud „aromatisieren“. (Auch das Futter kann so schmackhafter gemacht werden kann).

    Nach dem 10. Lebensjahr verlieren Katzen häufig zu viel an Körpergewicht. Die Katze braucht mindestens 4g Protein / kg Körpergewicht pro Tag.

    Ältere Katzen leiden auch häufiger an IBD (= Inflammatory Bowel Disease), einer chronische Darmentzündung, deren einziges Anzeichen oft nur Appetitlosigkeit und/oder Gewichtsverlust ist.


    ENDOKRINOLOGIE:

    Schildrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) ist eine häufige Begleiterscheinung bei Senior- Katze. Sie lässt sich über eine Blutuntersuchung leicht feststellen. Die Überfunktion der Schilddrüse bedingt eine erhöhte Nierendurchblutung und eine erhöhte glomuläre Nierenfiltrationsrate.

    Achtung: Wird die Schilddrüsenüberfunktion nun mit Medikamenten wieder normalisiert, so muss nach einem Monat Therapie die Funktion der Nieren überprüft werden, da die Schilddrüsenerkrankung eine Nierenerkrankung maskiert haben kann.

    Diabetes Mellitus (Blutzuckerkrankheit) ist auch eine Erkrankung, die vorwiegend bei der älteren Katze auftritt. (Mit artgerechtem Futter ist Diabetes fast ausgeschlossen.)


    KREBS:

    Mit zunehmenden Alter leiden Katzen auch an Krebserkrankungen. In der Katzenonkologie sind die Fortschritte mittlerweile immens, sodass es durchaus möglich ist, in einigen Fällen eine Ausheilung zu erreichen (oft ist das natürlich mit einem chirurgischem Eingriff verbunden) und / oder lange krankheitsfreie Zeiten zu gewinnen. Auf jeden Fall gelingt es meist den betroffenen Katzen noch eine schmerzfreie Lebensphase zu erhalten.


    Medizinisch gibt es viele Möglichkeiten, dem kleinen Senior zu Hause einen beschwerdefreien Lebensabend zu bereiten. Alter ist keine Krankheit. Viele Beschwerden können durch Vorsorgeuntersuchungen vermieden werden.




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    Ganz kurz etwas zum Thema Demenz:

    Ja, auch Katzen können dement werden. Genauso wie wir Menschen. Es gibt die vaskuläre Demenz, diese basiert auf Durchblutungsstörungen und die Alzheimer-Demenz.

    Dass die Katze an Demenz leidet erkennt man oftmals daran, dass sie desorientiert ist, vergesslich wird (zum Beispiel, dass sie gerade eben erst gefressen hat), es kann eine Veränderung im Schlaf-Wachrhythmus auftreten, die Konzentrations- und Lernfähigkeit nimmt ab, sie verwirrt scheint (Wo bin ich? Warum bin ich hier?), neurologische Ausfälle können auftreten, plötzliches aggressives Verhalten, Stubenunreinheit und im späten Stadium auch Harn- und Stuhlinkontinenz. Also ganz wie bei uns Menschen. Auch lautes Schreien zu allen erdenklichen Tageszeiten ist möglich und kommt sogar sehr oft vor. Manchmal liegt das daran, dass die Katze taub geworden ist (Austesten! Wenn sie mich nicht sehen kann und ich ein Geräusch mache, reagiert sie?) und deswegen lauter miaut, weil sie sich nicht mehr selbst hören kann. Es kann auch sein, dass sie verwirrt ist und in Panik gerät, weil sie nicht mehr weiß, wo sie ist und darum maunzt oder aber sie hat die unangenehme Art angenommen, die manche alten Menschen auch haben, und meckert den ganzen Tag. Hört sie dabei auch noch schlecht, kann das Maunzen zum Schreien werden. Was äußerst belastend für alle Mitbewohner werden kann.

    Was nun wirklich Demenz oder Alzheimer auslöst, ist noch immer nicht ganz klar. Okay, ein hohes Alter kann zum Auslöser werden. Wobei Alter ansich jetzt keine Krankheit ist, sondern eher die „Nebenwirkungen“ sozusagen. Ursachen können sein Bluthochdruck, hohe Homocystein-Spiegel (Homocystein ist eine Aminosäure, ein Stoffwechselzwischenprodukt im Methionin-Stoffwechsel und wird oft als „Zellgift“ bezeichnet, aber das würde jetzt hier zu weit führen.), hohes Übergewicht (Adipositas), Leber- und/oder Nierenschwäche, Diabetes, Veränderungen im Hormonhaushalt, Schlaganfälle, Tumore, Mineralstoff- und Vitaminmangel, Stoffwechselerkrankungen, Durchblutungsstörungen, falsche Fütterung, zu viele allopathische Medikamente, Impfungen, Quecksilber- und Aluminiumbelastungen (Wie sie durch allopathische Arzneimittel und Impfungen in den Körper gelangen)…

    Die Amyloid Plaque-Theorie als Auslöser für Alzheimer, also die Eiweißablagerungen im Gehirn, halte ich persönlich für Blödsinn. Hierzu verweise ich gerne auf die sog. „Nonnenstudie“. Hier durfte der Demenzforschers David Snowdon über mehrere Jahre die geistigen Fähigkeiten der Nonnen testen und nach deren Tod die Gehirne auf Anzeichen einer Demenzerkrankung untersuchen. Überraschend war hier, dass die Gehirne einiger Nonnen, obwohl sie bis ins hohe Alter geistig fit waren und ein ausgezeichnetes Gedächtnis hatten, den Demenzgrad 6 aufwiesen, was eigentlich das absolute Alzheimer-Endstadium ist. Die Gehirne waren voller Plaques! Weiter darauf einzugehen, würde hier den Rahmen sprengen und hat auch nicht so wirklich was mit „Miezfidel“ an sich zu tun.

    Meine Meinung zu Demenz bzw. Alzheimer: eine grundlegend falsche Ernährung, d.h. auch viel zu wenig Vitamine und Mineralien. Wer nicht nur ständig falsches isst, sondern auch noch viel zu viel davon, bekommt Gärung und Fäulnis im Darm. Und schon sind wir wieder beim Hauptthema von Miezfidel: Der Ernährung! Ein intaktes Verdauungssystem beeinflusst den Stoffwechsel und das Immunsystem und somit die Gesundheit der Katze positiv.

    Okay, ich habe meine Katze immer schon artgerecht ernährt und sie ist trotzdem dement geworden? Meine Antwort: wie sieht es denn mit (unnützen) Impfungen in der Vergangenheit aus? Die Impfverstärker wie Quecksilber oder Aluminium bspw. lagern sich im Körper ab. Und auch in vielen Medikamenten ist Aluminium als Wirk- und Hilfsstoff enthalten.

    Wir haben hier zwei Senioren. Ein Geschwisterpärchen. Seit Jahren absolut artgerecht ernährt. Trotzdem sind sie dement. Gerade der Kater. Der kleine Kerl sitzt manchmal da und starrt die Wand an. Einfach so. Starrt Löcher in die Luft und wenn man ihn anspricht, erschrickt er sich und läuft panisch weg. Und er plärrt. Laut. Nervtötend. Mitunter Tag und Nacht. Es gibt gute Tage und schlechte Tage. Seine Schwester hingegen plärrt nur ihr Spiegelbild im Wasser an, wenn sie trinkt. (Erinnert mich irgendwie an meine Schwiegeroma, die schweres Parkinson hatte und die mit ihrem Spiegelbild sprach. Echt gruselig!)

    Beide Katzen wurde in jungen Jahren immer wieder geimpft. Jährlich. Damals wussten wir es nicht besser und haben den Tierärzten vertraut. Und ich erinnere mich noch an das eine Mal, wo es den Katzen danach nicht so gut ging und der Tierarzt sogar extra nochmal nachgefragt hat, weil er mittlerweile bei diesem Impfstoff viele Nebenwirkungen erfahren hat. Nun, kann man nicht mehr überprüfen. Aber es bringt einem zum Nachdenken, oder? Also, mich jedenfalls.

    Homöopathische Mittel wie Calcium carbonicum, Barium carbonicum, aber auch Lycopodium (kann zum Beispiel hilfreich sein beim Schreien) oder Silicea (hilft mitunter beim Sprechen mit dem Spiegelbild) können die demente Katze positiv beeinflussen. Ich rate hier aber wirklich, sich in die Hände es Fachmannes bzw. Fachfrau zu geben, sprich eine(n) HeilpraktikerIn aufzusuchen.

    Fit im Alter mit Homöopathie

    Homöopathische Gaben können mitunter die Begleiterscheinungen des Alterns mindern.

    Herz und Nieren sind die Organe, auf die es im Alter besonders ankommt. Ein aktiver Herzmuskel sorgt für eine kräftige Durchblutung des Körpers. Genauso wichtig ist es aber auch, die nachlassende Ausscheidungskraft der Nieren anzuregen.

    Arnica C200

    einmal in der Woche geben, wenn die Katze müde und matt ist. Arnica sorgt für eine kräftige Durchblutung.

    Mercurius C200

    einmal in der Woche geben. Hat das Tier auffallend stärkeren Durst als früher, kann dies auf Mercurius hinweisen. Sollte der Tierarzt in diesem Zusammenhang eine Niereninsuffizienz diagnostizieren, ist diese Arznei angezeigt.

    Crataegus D1 oder D4

    wird gegeben, wenn das Herzschwäche anzeigt

    Kalium carbonicum D4

    wirkt kräftigend auf Herz und Niere, auch begleitend zur schulmedizinischen Therapie, etwa wenn sich infolge der Herzschwäche Wasser in Lunge oder Bauchhöhle sammelt.

    Barium carbonicum D4 oder D12

    Bei Vergesslichkeit. Die Vergesslichkeit kann sich z.B. äußern dadurch, dass das Tier nicht mehr weiß, auf welcher Seite sich die Tür Öffnet. Oder die Katze vergisst, wo ihr Klo steht.

    Calcium carbonicum kann dabei helfen, eine beginnende Altersdemenz gut zu überstehen. Gerne mal die C30 versuchen. Einmal in der Woche geben.

    Weitere hilfreiche Mittel sind Carbo vegetabilis bei Katzen, die nachts absinkenden Blutdruck haben und dadurch frieren und sich unwohl fühlen und deshalb schreien. In der C30 geben, gerne alle fünf Tage bis eine Woche.

    Zur Leberentlastung helfen Lycopodium und Carduus marianus; Solidago unterstützt die Nieren. Diese Mittel werden in nierdigen Potenzen gegeben, wie D4 oder D6.

    Mittlerweile gibt es auch Komplexmittel bzw. richtige Homöopathie-Kuren, wie ReVet H 13 - Fit im Alter:

    Inhaltsstoffe: Glandula suprarenalis (suis) C9, Glandula thymi (suis) C9, Hypophysis (suis) C9, Ovarium (suis) C9, Pancreas (suis) C9, Testis (suis) C9, Thyreoidinum (suis) C9. Bei altersbedingten Beschwerden wie hormonell bedingte oder mitbedingte Erkrankungen, z.B. Hauterkrankungen. Allergien, Überempfindlichkeit, enzymatische Verdauungsstörungen, Diabetes bedingt durch Schwäche des Pankreas. Fortpflanzungssstörung (m/w), Über- und Untergewicht, Immunsystemerkrankungen, Prostatavergrößerung.

    Zur Vorbeugung gibt es sogar eine spezielle biologische Seniorenkur von der Firma Heel, die unter anderem den Stoffwechsel, die Nierentätigkeit, das Herz-Kreislauf-System, den Bewegungsapparat und das Immunsystem kräftigend unterstützen kann. In der Regel dauert eine solche Kur vier bis sechs Wochen. Bei Bedarf kann die Kur mehrfach wiederholt werden.

    Bitte den Tierarzt oder Therapeuten direkt darauf ansprechen.

    Homöopathische Hilfe bei der geriatrischen Katze - kleine Gaben mit großer Wirkung

    Viele (sehr) alte Katzen sind untergewichtig, was man durchaus behandeln kann. Ist dieser schwächende Zustand die Folge einer akuten Erkrankung, kann man dem kleinen Patienten mit Chininum arsenicosum D6 (insbesondere nach Infekten und chirurgischen Eingriffen; hilft bei Schilddrüsenüberfunktionen) oder Gelsemium sempervirens D6 (besonders nach viralen Infekten) helfen.

    Haben wir einen stark abgemagerten (kachektischen) Krebspatienten vor uns, hat sich Abrotanum D3 zur Unterstützung bewährt. (Besonders in der palliativen Phase.)

    Aber auch die Psyche spielt manchmal eine Rolle, dass die Mieze so stark abgenommen hat. Fast wie ein Burn-out bei uns Menschen. Hier kann man Acidum phosphoricum D12 versuchen.

    Alle hier genannten Mittel sollen den Appetit anregen, damit unsere kleinen Patienten wieder zu Kräften kommen. Gegeben werden sie zwei bis dreimal täglich (drei bis fünf Globuli). Falls notwendig auch als Dauertherapie.


    Auch Inkontinenz wird im Alter oft ein Thema. „Schuld“ ist hier oft hier eine Schwäche der Schließmuskeln der Harnblase. Hier kann Causticum D6 Abhilfe schaffen. Aber auch Aloe D3 (auch bei Kotinkontinenz) wäre ein mitunter ein passendes Mittel. Es sei denn, die Katze ist dement und weiß nicht mehr, wo ihr Klo steht. Hier hilft Barium carbonicum D4.

    (Übrigens: Bei der „Überlaufblase“ hilft ein Ausmassieren des Urins aus der Blase. Der Tierarzt zeigt, wie es geht.)


    Verdauungsstörungen (Durchfall, Verstopfung) rückt man am besten mit Nux vomica D12 zu Leibe. Hilft auch bei Übelkeit. Zur Restaurierung der Darmflora nach einer antibiotischen Therapie nimmt man Okoubaka D3. Bei starken Blähungen versucht man Carbo vegetabilis D6. Bei starken Blähungen mit Kotabgang bzw. unfreiwilligem Kotabgang nimmt man Aloe D6 und bei extremer Verstopfung ist Opium D12 das Mittel der Wahl.


    Hat die alte Katze Rückenschmerzen (meist durch Muskelkrämpfe, aber das bekommt man als Halter ja eher nicht so einfach raus), kann Bryonia D6 helfen. Wohingegen rheumatische Schmerzen sich am besten mit Rhus toxicodendron D12 behandeln lassen und osteoporotische mit Calcium phosphoricum D12. Hier muss man also versuchen, was einen Erfolg zeigt.

    Und auch alte Katzen haben mitunter mit Schwindel zu kämpfen. Ursachen sind hier oft Muskelschwäche, verminderte Sinnesleistungen und Gleichgewichtsstörungen. Ist die Katze zusätzlich dehydriert, weil sie zu wenig trinkt, da ihr Durstgefühl abhandengekommen ist, hilft Alumina D12 („Hauttest“ machen, sprich, eine Falte anheben und schauen, wie schnell sie sich zurückzieht). Ansonsten ist Conium maculatum D6 das Mittel der Wahl für „Schwindelkatzen“. Besonders, wenn sie sich zurückgezogen haben. Schreckt der kleine Patient dagegen im Schlaf oft hoch, nimmt man Zincum metallicum D12 und ist er auch sonst oft unruhig. Gerne kombiniert mit Hypericum D6.


    Was so die Demenz anbelangt… Hier kennt die Homöopathie nicht DAS passende Mittel. Wäre ja auch zu schön.

    Barium carbonicum D12 gibt man bei ausgeprägter Verwirrtheit. Meist wirkt die Katze älter als sie ist und lebt praktisch „in ihrer eigenen Welt“. Barium carbonicum kann helfen, sie psychisch zu stabilisieren (und das Klo wiederzufinden).

    Haben wir dagegen mit Aggressivität und Misstrauen zu tun, nimmt man Hyoscyamus D12, während bei sturen Katzen (ich sage hier nur „Altersstarsinn“ ) Stramonium D12 das Mittel der Wahl ist. Leidet der Katze zusätzlich unter Verdauungsproblemen (Appetitlosigkeit, Diarrhö) gibt man Arsenicum D12 (wirkt auch analgetisch, also schmerzstillend, deswegen kann man auch ab und an eine C30 geben).

    TIPP: Die hier genannten Mittel helfen natürlich bei allen Lebewesen, also auch bei uns Menschen.



    TCM - Chinesische Kräutermedizin

    Auch die Chinesische Kräutermedizin hat dem Katzen-Senior viel Gutes zu bieten. Mischungen mit Ginseng etwa halten im Alter fit und gesund. Bei den chinesischen Rezepturen handelt es sich um fein aufeinander abgestimmte Kräuterkombinationen, die sich in ihrer Wirkung verstärken. Sie sind aus guten Grund allerdings nur beim Therapeuten zu bekommen, da sie gezielt auf die Bedürfnisse der einzelnen Katze eingesetzt werden. Ein Besuch bei einem entsprechenden Heipraktiker lohnt sich also.

    Auch kann man die alte Katze noch mit anderen Mitteln aktivieren, wie zum Beispiel mit Bach-Blüten oder einer Farbtherapie. Sinnvoll ist es auch, die Kräuterheilkunde mit Akupressur zu verbinden.

    In der chinesischen Ernährungslehre haben Nahrungsmittel thermische Qualitäten, wie kühlend und kalt oder aber heiß, wärmend und neutral. Das Chi stärkend und ärmend und sind etwa Fisch wie Forelle, Hering und Lachs, aber auch Hafer und Kürbis. Neigt die Mieze dagegen zu Verstopfung, lässt man die wärmenden Proteine weg und gibt der Katze stattdessen befeuchtende und kühlende Nahrungsmittel zu fressen, die da zum Beispiel Kabeljau, Ente, Jogurt und Hirse wären.

    Ein Besuch bei einem entsprechenden Therapeuten lohnt sich also.




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